Gedächtnis

Das Gedächtnis umfasst die Fähigkeit, Informationen über sich und die Umwelt aufnehmen, speichern und später abrufen zu können. In der Fachwelt spricht man von den Gedächtnisprozessen Enkodierung, Speicherung und Abruf.

Besondere Merkmale der Information
Bei der Enkodierung wird die Umweltinformation so aufbereitet, dass das Gehirn sie zuordnen und mit Bedeutung versehen kann. Die Art der Zuordnung wird durch die Merkmale der Information bestimmt (z.B. Tonhöhe und Lautstärke einer akustischen Information; Farbe, Form, Grösse und Lage eines visuell sichtbaren oder räumlich betastbaren Objektes etc.).

Verankerung im Gehirn
Nach der Enkodierung findet die Speicherung der Information statt. Die Information wird fest im Gehirn verankert (konsolidiert), sodass sie später abgerufen werden kann. Damit der Abruf einer Information tatsächlich gelingt, müssen die Enkodierung und die Speicherung erfolgreich ausgeführt worden sein.

Barbara Ritter, Regula Everts, Universität Bern


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Gedächtnis ist das Tagebuch, das wir immer mit uns herumtragen.
Oscar Wilde, 1854-1900


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